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Einige Begriffe aus der Esoterik, wie wir sie verstehen
„Die Freiheit jedes Menschen ist unantastbar!“
Geistiges Heilen entspringt als Begriff dem englischen Spiritualismus und gilt als eine Sonderform der Medialität. Das bedeutet, dass diese Art des Heilens grundsätzlich von geistigen Helfern bewirkt wird. Diese Helfer müssen sich, wie bei jeder anderen Art von Medialität auch, ausweisen und identifizieren. Bis noch vor kurzer Zeit mussten in England verschiedene erfahrene Medien die Fähigkeit eines Heilers überprüfen, bevor er anerkannt wurde. Also setzt Geistiges Heilen eine sensitive und mediale Schulung voraus. Alle anderen Formen des Heilens und Handauflegens, die ebenfalls sehr effizient sein können, werden als „Energetisches Heilen“ bezeichnet. Es braucht beim Geistigen Heilen keinerlei Anamnese und Diagnose, die schon gesetzlich nur dem Arzt und Heilpraktiker zustehen. Auch sind so genannte „esoterische“ Diagnosen wie z.B. Fremdbesetzungen völlig unerheblich, ja sogar kontraproduktiv. Das Ziel des Heilers ist auf die Ganzheit und Vollkommenheit des Menschen als Seele gerichtet.
Sensitivität (Hellsinne, Intuition) beschreibt die Fähigkeit eines Wesens zur Resonanz, zu Empfänglichkeit, Wahrnehmungsfähigkeit und zum Austausch zwischen Innen und Außen. Es ist eine jedem Wesen innewohnende grundlegende Fähigkeit, mit der Welt in Kommunikation zu treten. Die Kommunikation nach außen geht über die physischen Sinne, die mit den inneren Welten über die Hellsinne. Die Sinne sind keine „Apparate“, sondern lebendige Organe, über die wir zu jedem Augenblick uns die Welt neu erschaffen. Ohne Sensitivität gäbe es weder Überleben noch Erkenntnis. Alle Wahrnehmungen über die Sensitivität sind an das Individuum selbst gekoppelt, sprich, die Innen- und Außenwelt wird entsprechend den entwickelten Fähigkeiten und dem eigenen Bewusstseinshorizont erfahren. Die natürliche Sensitivität arbeitet auf der unterbewussten Ebene, die geschulte, trainierte auf der bewussten. Eine geschulte Sensitivität ist die gesunde Basis jeglicher medialer und heilerischer Arbeit. Ziel der geschulten Sensitivität: • erweiterte Wahrnehmung des Lebens • Lebensberatung und Begleitung
Als Sensitiver (Englisch: Psychic) wird bezeichnet, wer sein Wahrnehmungssystem verfeinert, seine Wahrnehmungsfähigkeit geschult und erweitert hat. Das beinhaltet eine Schulung der äußeren Sinne und vor allem der Hellsinne. Damit sind nicht automatisch und unabdingbar hohe spirituelle Qualitäten verbunden. Die natürlichen Hellsinne, die auch jedes Tier in hohem Masse besitzt, gehören zum irdischen Anteil des Menschen, sind seine persönlichen Fähigkeiten, ähnlich den künstlerischen. Eine sensitive Arbeit ist daher eine persönliche Leistung und bewegt sich deshalb stets auch innerhalb der Grenzen eines Wesens. Das bedeutet, dass für die sensitive Arbeit eine ethische, spirituelle Grundhaltung, eine erweiterte Sicht des Lebens unabdingbar ist, damit sie segensreich und heilsam ist.
Medialität setzt eine fundiert geschulte Sensitivität, gesunden Menschenverstand, gute Erdung und einen bestimmten Grad spiritueller Entwicklung voraus, vor allem die Fähigkeit zu überpersönlicher Liebe und Hingabe. Medialität, nach der heutigen Definition des Spiritualismus, strebt ein Arbeiten im Wachbewusstsein an und versucht die in früheren Zeiten als notwendig erachtete Stufe der Trance zu überwinden. Je höher die spirituellen, bewussten Qualitäten eines Mediums sind, desto höher ist die Qualität seines geistigen Helfers. Es ist letztendlich die geistige oder jenseitige Welt, die entscheidet, wann, wie und mit wem sie auf dieser irdischen Ebene zusammenarbeitet. Sie bestimmt die Vorgehensweise und Art der Arbeit. Medialität bedeutet also die Zusammenarbeit mit einem Wesen aus der geistigen Welt. Anerkannt werden als „geistige Helfer“ nur Wesen, die sich klar ausweisen können, also Menschen, die schon auf dieser Erde waren, sprich Verstorbene und Ahnen. Ein geistiger Helfer muss durch andere Medien oder Sitzungsteilnehmer klar verifiziert werden können. Nur was sich über ein „feedback“ dem allgemeinen Menschenverstand und über den Klienten beweisen lässt, wird anerkannt. Weder sind bei dieser Arbeit Engel noch Außerirdische als Inspiratoren von Bedeutung, da sie als kulturell verankerte Begriffe Macht auf den Klienten ausüben können, sei dies bewusst oder unterbewusst. Ziel der Medialität ist es nicht, die Zukunft vorherzusagen oder Lebensberatung zu betreiben. Ihre Ziele sind: • das Leben nach dem Tode zu beweisen • dem Menschen die Angst vor Krankheit und Sterben zu nehmen • die Seele des Klienten über den geistigen Kanal zu inspirieren
Feinstoffliche Körper (Aura): Das irdische Leben hat sich nach esoterischer Sichtweise aus einer einzigen geistigen Urquelle über mehrere Stufen oder Ebenen herausdifferenziert. Den einen Pol bildet der göttliche Geist, den anderen die Materie, die Substanz, als seine dichteste Ausformung. Dazwischen gibt es verbindende, „subtile“ Ebenen, die oftmals als „Äther“ bezeichnet werden. Jedes Lebewesen, das in diese Welt geboren wird, wiederholt den Schöpfungsprozess, durchwandert auf seinem Weg der Inkarnation während der Schwangerschaft diese unterschiedlichen Ebenen und eignet sich dort als „Same“ diejenigen Qualitäten an, die es für seine Entwicklung auf der Erde braucht. Nur so kann der Mensch auf den unterschiedlichen Ebenen der Wirklichkeit wahrnehmen und wirken. Ohne Vitalenergie könnte er sich an die Rhythmen des Lebens nicht anpassen, ohne Emotionalenergie könnte er nichts bewegen und kreieren, ohne Mentalenergie könnte er die kosmischen Gesetze und damit auch sich selbst nicht verstehen. Die Gesamtausstrahlung der Energien aus den unterschiedlichen Ebenen, die in den äußeren Raum abstrahlt, wird Aura genannt. Ihre Schwingungen können in Farben oder Klänge umgesetzt werden. Die östlichen Vorstellungen gehen meist von 7 Ebenen aus, die die irdische Persönlichkeit des Menschen ausmachen und 7 Ebenen, die seine Seele bestimmen. Wir fassen dies heute pragmatisch meist in vier Begriffen zusammen, wobei die ersten drei das irdische Ich oder Ego umfassen: • physisch- ätherische Ebene: erlebend, erfahrend • astral- emotionale Ebene: bewegend, antreibend, erschaffend • mentale Ebene: erkennend, integrierend • essentielle oder spirituelle Ebene: sinngebend, lenkend, inspirierend, überpersönlich, zusammenhaltend
Ätherkörper wird jener Anteil im Menschen genannt, der ihn mit der Raum- oder Vitalenergie verbindet. Der berühmte Physiker Sir Oliver Lodge bezeichnet den Äther als jene Energie, die den gesamten Kosmos durchströmt und zusammenhält. Heutige Physiker wie Dr. Hartmut Müller sprechen von einer Gravitationskraft („global scaling“). Der Äther verbindet alle Wesen dieses Kosmos miteinander, weshalb es auch nur „eine“ Welt gibt und Trennung nur auf der Ebene der Objekte existiert. Der Ätherkörper ist aus esoterischer Sicht die energetische Vorlage, die Matrix für den physischen Körper und besteht aus einem Netz von zahlreichen, nicht-materiellen Energiebahnen, die bei den Indern Nadis, bei den Chinesen Meridiane genannt werden und die ihre physische Entsprechung im Nervensystem haben. Die durch diese Bahnen fließende vitale Energie (auch Prana, Chi oder Od genannt) belebt den Körper, hält ihn in seiner Gesamtheit zusammen und reguliert die Prozesse des Aufund Abbaus. Der Ätherkörper ist unsere energetische Wirklichkeit, ist vollkommen und unzerstörbar. Ein auf der Körperebene fehlendes Glied, ist im Ätherkörper vollständig vorhanden. Er kennt auch keinen Schmerz, kein Leiden. Wer daher von Deformationen, Löchern, Rissen oder Verschmutzungen in der Aura spricht, ist dem vergleichbar, der behauptet, das vollkommene Schattenbild, das eine Person in der Sonne wirft, hätte einen Riss oder sei irgendwie beschädigt. Nur Materie kann versehrt werden. Wenn ein Wesen stirbt, zieht sich sein Leben aus dem physischen Körper auf die Ebene des Ätherkörpers zurück, womit auch jegliches physische Leiden ein Ende findet. Im Ätherkörper sind wir jederzeit ganz und vollkommen.
Astral- oder Emotionalkörper wird jener Anteil in uns genannt, der mit unseren Empfindungen zu tun hat. Der Name „astral“ (astrum, lat., der Stern) leitet sich von der leuchtenden „Substanz“ dieser Ebene her, die den Sternen gleicht. Auf dieser Ebene herrschen die Anziehungs- und Abstoßungskräfte, wie wir das von den Planeten im Weltall kennen. Der Mensch besitzt das so genannte „Wunschbegehren“, das sich in Sympathie oder Antipathie äußert. Er fühlt sich zu Ähnlichem hingezogen, von Unähnlichem zurückgestoßen. Die Astralenergie arbeitet während des Inkarnationsprozesses kreativ die späteren Charakteristika eines Wesens heraus, sozusagen seine „Zeichen“. Die emotionalen Erfahrungen verändern während des Lebens immer wieder unsere Form. Im Astralkörper sind schöpferische Potentiale angelegt, die durch Resonanz in Schwingung versetzt werden und nach Verwirklichung drängen.
Als Mentalkörper bezeichnen wir jene Dimension in uns, die denken kann. „Man“ (lat. „mens“) kommt aus dem Sanskrit (Manu) und symbolisiert die Erschaffung des Menschen aus dem Haupt oder dem Denken des Göttlichen. „Man“ bezeichnet ein gottbewusstes, aus sich selbst heraus existierendes Wesen, den Menschen. Er trägt in sich die Fähigkeit des Denkens, Gedenkens und der Be-Geisterung. Die Mentalebene gliedert sich in zwei Unterebenen. Die dem Astralkörper nahe gelegene Ebene wird als Intellekt bezeichnet, den die Inder daher auch den 6. Sinn nennen, der alle anderen Sinne zusammenfasst und Schlüsse zieht. Der Verstand reproduziert lediglich von außen herankommende Schwingungen und vergleicht sie mit schon vorhandenen, abgespeicherten Erfahrungen. Die obere Mentalebene ist unabhängig von der emotionalen Ebene und wird kausales, überpersönliches, ganzheitliches, schöpferisches Denken genannt. Hier entstehen geistige Raum-Zeitstrukturen, auch „Gedankenmuster“ genannt, die wir permanent nach außen senden und die Selbstverwirklichung maßgeblich prägen. Unsere innerste ethische Intention, unser Grad der Bewusstheit ernährt diese mentalen Muster und erschafft die adäquaten Spiegelbilder in unserem Leben. Das heißt: Jeder erschafft sich seine Realität aufgrund seiner mentalen Raum-Zeitstrukturen.
Ich, Selbst, Ego oder Persönlichkeit wird die Einheit bestehend aus dem physisch-ätherischen, dem astralen und mentalen Körper genannt. Es ist jene Einheit, „deren Blick zur Erde gerichtet ist“, was bedeutet, dass es die Integration der Kräfte eines göttlichen Wesens hin zum „Erdmittelpunkt“ anzeigt. Damit ist das Ich an die Gesetze der Materie, an Raum, Form und Zeit gebunden und unterliegt den Dualitäten wie Fülle - Mangel, Gesundheit - Krankheit, Stärke - Schwäche, Ursache - Wirkung oder Werden - Vergehen.
Die Seele ist jener vermittelnde Aspekt eines göttlichen Wesens, das Kontakt zu seiner Urquelle, zu seiner geistigen Urform (Monade) hat und gleichzeitig aber auch den Kontakt zum Ich hält. Die Seele existiert unabhängig von Form, Zeit und Raum. Je mehr ein Mensch sein höheres Denken, sein Bewusstsein entwickelt, desto mehr gewinnt seine Seele an Einfluss und erleuchtet seine Erkenntnis, dass er eins ist mit dem großen Ganzen der unsterblichen Schöpferkraft.Einige Begriffe aus der Esoterik, |